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Wald

Kaffee in der Warteschleife: Wie viel ist zu viel während Schwangerschaft und Stillzeit?

Hallo liebe werdende und frischgebackene Mamas (und natürlich auch die Papas, Großeltern, Tanten, Onkel und alle anderen Kaffeeliebhaber, die mitlesen)!


Heute widmen wir uns einem Thema, das für viele von euch so wichtig ist wie der morgendliche Sonnenaufgang: Kaffee. Aber nicht irgendein Kaffee – nein, wir sprechen über den Konsum des schwarzen Goldes während der Schwangerschaft und Stillzeit. Schnappt euch also eine Tasse (entkoffeinierten?) Kaffee und lasst uns gemeinsam einen Blick auf die wissenschaftlichen Erkenntnisse werfen.


Die Sache mit dem Koffein

Koffein ist ein stimulierendes Alkaloid, das in Kaffee, Tee, Schokolade und einigen Softdrinks vorkommt. Es hält uns wach, steigert unsere Aufmerksamkeit und sorgt dafür, dass wir uns wie Superhelden fühlen – zumindest bis der Effekt nachlässt. Aber was passiert eigentlich mit dem kleinen Wundermittelchen, wenn man schwanger ist oder stillt?

Es geht schließlich in die Muttermilch über weil es ins Blut gelangt.



Schwangerschaft: Ein Balanceakt

Während der Schwangerschaft durchläuft euer Körper mehr Veränderungen als die Modeindustrie in einer Saison. Und eines dieser Dinge betrifft den Metabolismus von Koffein. Euer Körper baut es langsamer ab, was bedeutet, dass es länger in eurem System bleibt – wie ein Gast, der nicht merkt, dass die Party vorbei ist.



Studien haben gezeigt, dass hoher Kaffeekonsum (wir sprechen hier von mehr als 2-3 Tassen pro Tag) mit einem erhöhten Risiko für niedriges Geburtsgewicht und andere Komplikationen verbunden sein kann. Die American College of Obstetricians and Gynecologists (ACOG) empfiehlt daher, den Koffeinkonsum auf weniger als 200 mg pro Tag zu beschränken – das entspricht etwa einer 12-Unzen-Tasse Kaffee (aber bitte beachtet die Stärke des Gebräus!).



Stillzeit: Teilen ist Caring?

Jetzt habt ihr also euer kleines Bündel Freude im Arm und fragt euch: "Darf ich jetzt wieder meinen geliebten Espresso genießen?" Die Antwort lautet: Ja, aber mit Maß. Während der Stillzeit geht ein kleiner Teil des Koffeins in die Muttermilch über. Die gute Nachricht ist jedoch, dass Babys ab einem Alter von etwa drei Monaten besser in der Lage sind, Koffein zu verarbeiten.

Die meisten Experten sind sich einig, dass moderate Mengen an Koffein – wiederum etwa 200 mg pro Tag (je nach Studie auch 300mg) – für stillende Mütter akzeptabel sind. Das bedeutet aber nicht unbedingt Freifahrtschein für einen Coffee-Marathon; beobachtet euer Baby auf mögliche Reaktionen wie Reizbarkeit oder Schlafstörungen.



☕️Aber Moment mal…

Bevor ihr jetzt loszieht und euch einen Vorrat an koffeinfreiem Kaffee anlegt (der übrigens immer noch geringe Mengen an Koffein enthält), bedenkt bitte: Jeder Mensch reagiert anders auf Koffein. Und jedes Baby auch! Es gibt keine Einheitsgröße für alle.


Tipps für den koffeeinierten Alltag

  1. Timing ist alles: Versucht euren Kaffeekonsum zeitlich so zu planen, dass er nicht direkt vor dem Stillen liegt.

  2. Qualität statt Quantität: Genießt lieber eine kleinere Menge eines wirklich guten Kaffees als mehrere Tassen von etwas Mittelmäßigem.

  3. Alternativen erkunden: Es gibt viele koffeinfreie Alternativen zu entdecken – vielleicht wird ja Rooibos-Tee euer neuer bester Freund?

  4. Wasser marsch!: Vergesst nicht ausreichend Wasser zu trinken; Hydration ist besonders wichtig während Schwangerschaft und Stillzeit.


Fazit

Liebe Mamas (und Unterstützer), es geht darum, informierte Entscheidungen zu treffen und dabei das Wohlbefinden von euch und eurem Baby im Auge zu behalten. Ein bisschen Forschung hier, ein wenig Selbstbeobachtung da – und schon könnt ihr euren Lieblingskaffee genießen ohne schlechtes Gewissen.

Und nun lasst uns diesen Blogbeitrag mit einem Schluck (entkoffeinierten) Humor beenden: Denkt daran, selbst wenn ihr auf euren geliebten Latte verzichten müsst – es gibt immer noch decaf! 😁


Quellen zum Weiterlesen:

  • American College of Obstetricians and Gynecologists (ACOG). Moderate Caffeine Consumption During Pregnancy. https://www.acog.org

  • Brent RL et al., Evaluation of the reproductive and developmental risks of caffeine. Birth Defects Res B Dev Reprod Toxicol. 2011.

  • Santos IS et al., Maternal caffeine consumption and infant nighttime waking: prospective cohort study. Pediatrics 2012.

  • Lawrence RA & Lawrence RM. Breastfeeding: A Guide for the Medical Profession. 8th ed. Elsevier Health Sciences; 2015.

  • European Food Safety Authority (EFSA). Scientific Opinion on the safety of caffeine. EFSA Journal 2015;13(5):4102.

Bitte beachtet: Dieser Blogbeitrag dient nur zur Information und sollte nicht als medizinischer Rat verstanden werden. Bei Fragen oder Bedenken bezüglich eurer Gesundheit oder der Gesundheit eures Kindes solltet ihr immer professionelle medizinische Beratung einholen.


Prost auf den nächsten Becher Glückseligkeit – egal ob koffeinhaltig oder nicht!


Eure Lorraine

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