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Wald

Supplemente in der Schwangerschaft und Stillzeit




Hallo liebe werdende Mama,


heute tauchen wir gemeinsam in die Welt der bunten Pillen, Pülverchen und Tröpfchen ein – ja genau, ich spreche von Nahrungsergänzungsmitteln in der Schwangerschaft und Stillzeit.




Bevor wir loslegen, eine kleine Warnung: Ich bin keine Ärztin oder Hebamme, also bitte immer schön mit eurem medizinischen Betreuungsteam Rücksprache halten, bevor ihr euch auf das Abenteuer Supplemente einlasst!


Folsäure – Der Star unter den Vitaminen

Beginnen wir mit einem echten Klassiker: Folsäure! Sie ist so etwas wie das Beyoncé der Schwangerschaftsvitamine – überall bekannt und absolut unverzichtbar. Warum? Nun, Folsäure spielt eine entscheidende Rolle bei der Entwicklung des Neuralrohrs eures Babys, aus dem später das Gehirn und Rückenmark entstehen. Die Empfehlung lautet daher: Schon vor der Schwangerschaft mit der Einnahme beginnen und im ersten Trimester fleißig weitermachen. [1] [2]


P.S: Auch in der Stillzeit empfehlenswert. Ich selbst habe ebenfalls das erste Stilljahr auf Folsäure zurückgegriffen. Lasst euch da einfach von der Hebamme oder dem Arzt eures Vertrauens beraten.


Nicht übertreiben! Zu viel des Guten ist wie immer nicht empfehlenswert. Also haltet euch an die empfohlenen 400 Mikrogramm pro Tag, auch wenn einige Experten empfehlen, wenn ihr erst spät mit der Einnahme startet, auch mal 800µg Folsäure/Tag einzunehmen. [1]


Eisen – Damit es nicht zu bleiern wird

Eisen ist ein weiteres Highlight in unserem Supplement-Cocktail. Es sorgt dafür, dass ihr nicht müde und schlapp durch die Gegend torkelt wie ein Zombie aus "The Walking Dead". Besonders im letzten Drittel der Schwangerschaft steigt der Bedarf, da euer kleiner Mitbewohner fleißig rote Blutkörperchen produziert.

Aber Vorsicht vor Selbstmedikation – zu viel Eisen kann auch Nebenwirkungen haben. Also immer schön den Ferritinwert checken lassen und nicht auf eigene Faust Eisen einwerfen! [3] [4]


Omega-3-Fettsäuren – Für kleine schlaue Köpfchen

Jetzt wird's fischig! Omega-3-Fettsäuren sind super für die Entwicklung des kindlichen Gehirns. Ihr findet sie in fettem Fisch wie Lachs oder in Algenöl-Kapseln für alle Vegetarierinnen unter uns. Stellt euch vor, ihr würdet eurem Baby schon im Bauch kleine Denksportaufgaben servieren – nur eben in Form von Omega-3. [5] [6]


P.S. Leinöl ist eine richtig gute Quelle, leider nur nicht besonders lecker. Ich persönlich hab immer zu Omega3-Öl gegriffen. Das ist einfach eine Ölmischung aus dem Supermarkt und schmeckte sogar im Tomatensalat.





Vitamin D – Das Sonnenvitamin

Wenn ihr nicht gerade am Äquator lebt oder euch täglich sonnenbadend auf dem Balkon räkelt (was zugegebenermaßen auch nicht ganz ungefährlich ist), könnte euch Vitamin D fehlen. Es ist wichtig für die Knochengesundheit von Mama und Baby. Aber wie bei einer guten Party gilt auch hier: Nicht übertreiben! Eine Überdosierung ist nämlich gar nicht sonnig.[7] [8]



Kalzium – Stark wie ein kleiner Superheld

Kalzium ist das Fundament für starke Knochen und Zähne – sowohl für euch als auch für euer Mini-Me. Wenn ihr genug Milchprodukte konsumiert, seid ihr wahrscheinlich gut versorgt. Falls nicht, könnte eine Ergänzung sinnvoll sein. Aber bitte nicht einfach drauflos schlucken; zu viel Kalzium kann andere Mineralstoffe aus dem Gleichgewicht bringen und sogar schädlich sein. Fragt darum auch hier unbedingt euren Arzt. [9]



Jod – Nicht nur für Sushi-Liebhaber


Jod ist wichtig für die Schilddrüsenfunktion und damit auch für die Entwicklung des kleinen Gehirns im Bauch.

Keine Sorge, ihr müsst jetzt nicht täglich einen Eimer Sushi verschlingen (obwohl… klingt das nicht verlockend?)zumal Sushi ja leider in der Schwangerschaft zu den großen No-Gos zählt. (Aber in leckerem Wakame ist es auch enthalten.)

Ein bisschen Jodsalz hier und da oder ein Jod-Supplement können schon helfen – natürlich nach Absprache mit eurer Ärztin oder eurem Arzt. Oft ist Jod auch schon im Folsäurepräparat und es empfiehlt sich Jod auch noch in der Stillzeit ausreichend zu sich zu nehmen.[10][11]



Wir wollen natürlich nicht unseren Star-Gast unter den Supplementen vergessen...wenns zwickt, zwackt und krampft, könnte dieser fehlen:


Magnesium – Der Dirigent für Muskel- und Nervenkonzerte

Stellt euch vor, ihr seid auf einem Konzert und der Dirigent ist… nun ja, sagen wir mal, nicht ganz bei der Sache. Das Ergebnis? Ein ziemlich chaotisches Stück Musik.

Ähnlich verhält es sich mit Magnesium in eurem Körper während der Schwangerschaft. Dieses wichtige Mineral dirigiert die Muskel- und Nervenfunktionen und sorgt dafür, dass alles harmonisch abläuft.

Wenn ihr schwanger seid, arbeitet euer Körper wie ein Hochleistungsorchester. Da kann es schon mal vorkommen, dass ihr einen kleinen Extra-Schub Magnesium braucht, um die Muskelkrämpfe (besonders die berüchtigten nächtlichen Wadenkrämpfe) und das allgemeine Unwohlsein in Schach zu halten.

Aber wie immer gilt: Die Dosis macht das Lied! Zu viel Magnesium kann auch Nebenwirkungen haben (und wir wollen ja keine unerwünschten Solos). Die meisten Experten empfehlen eine zusätzliche Einnahme von etwa 250 bis 300 Milligramm pro Tag, aber bitte immer im Duett mit eurem Arzt oder eurer Hebamme entscheiden. [12]


Und jetzt stellt euch vor, wie dieses wunderbare Orchester aus Vitaminen und Mineralstoffen zusammenarbeitet, um euch und euer Baby durch diese besondere Zeit zu begleiten – einfach magisch!

Also meine Lieben, obwohl wir manchmal wünschen könnten, es gäbe eine magische Pille für alles (vor allem für die schlaflosen Nächte), ist es doch so: Eine ausgewogene Ernährung gepaart mit einer Prise Humor (und vielleicht ein paar gut abgestimmten Supplements nach ärztlicher Beratung) ist das beste Rezept für eine gesunde Schwangerschaft und Stillzeit.




So meine Lieben, bevor ich euch jetzt völlig mit Informationen überflute wie eine Welle am Strand von Malibu, lasse ich euch erstmal wieder durchatmen.


Denkt daran: Die beste Basis ist immer noch eine ausgewogene Ernährung voller frischer Früchte, Gemüse, Vollkornprodukte und hochwertiger Proteine (ja, auch mal ein Stück Schokolade darf sein). Supplements sind genau das – Ergänzungen, keine Wundermittel.


Und nun husch husch zum nächsten Check-up oder zur gemütlichen Teestunde mit eurer Hebamme!

Bis zum nächsten Mal,

Eure Vitaminfee



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Quellen:

[1] Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE): Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln in der Schwangerschaft: https://www.dge.de/presse/meldungen/2020/einnahme-von-nahrungsergaenzungsmitteln-in-schwangerschaft/

[3] Bundeszentrum für Ernährung (BZfE): Einfache Sprache: Was kann ich in der Schwangerschaft Essen und Trinken? [4] National Institutes of Health (NIH) – Office of Dietary Supplements: Iron: https://ods.od.nih.gov/factsheets/Iron-Consumer/

[5]National Institutes of Health (NIH): Omega 3- Fatty Acids: https://ods.od.nih.gov/factsheets/Omega3FattyAcids-HealthProfessional/

[6] Bundeszentrum für Ernährung (BZfE):Versorgung mit Omega-3-Fettsäuren in der Schwangerschaft-Fettreicher Meeresfisch und seine Alternativen: https://www.bzfe.de/service/news/aktuelle-meldungen/news-archiv/meldungen-2021/juni/versorgung-mit-omega-3-fettsaeuren-in-der-schwangerschaft/

[7] American College of Obstetricians and Gynecologists (ACOG): Vitamin D Screening and Supplementation during pregnancy: https://www.acog.org/clinical/clinical-guidance/committee-opinion/articles/2011/07/vitamin-d-screening-and-supplementation-during-pregnancy

[9] Cochrane Library:Calcium supplementation commencing before or early in pregnancy, for preventing hypertensive disorders of pregnancyhttps://www.cochranelibrary.com/cdsr/doi/10.1002/14651858.CD008873.pub4/full?highlightAbstract=d%7Cpregnanc%7Cvitamin%7Cpregnancy

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